Mein Hang-Weg

Meine Geschichte rund um das Hang begann eigentlich schonvor mehreren Jahren.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            Lusenwanderung

Ich hörte dieses wundervolle Instrument auf einem Konzert von Werner Schmidbauer und Martin Kälberer, als es Martin Kälberer quasi aus der Trickkiste zauberte.

Martin Kälberer

Vom ersten Moment an war ich von diesem „Instrument“ gefangen und erfasst.
Der Zauber hatte mich vom ersten Moment an gepackt.
Was für Töne, welche traumhaften Melodien aus diesem eigentlich recht unscheinbar erscheinenden Instrument gezaubert wurden, war (und ist) einfach unbeschreiblich schön.

Und von diesem Moment an begann ein bestimmter Weg.

Die Recherche im Internet und im Austausch mit anderen „HANG“-Begeisterten begann.
Und relativ schnell stellte sich heraus, dass es alles andere als einfach ist, ein solches Instrument für sich zu ergattern.

Man musste von einer sehr starken Überzeugung getrieben sein. Aber das war ich ja.
Aber dennoch stellte sich dieser Weg als äußerst schwierig dar. Und immer wieder musste man Rückschläge erleiden und mit diesen leben, aber anfangs war der Wille, ein HANG irgendwann einmal mein Eigen zu nennen, einfach um ein Zigfaches größer.
Aber im Laufe der Zeit, in der auch der „Bekanntheitsgrad“ dieses Instrumentes gestiegen ist, wurde es immer schwieriger, ein HANG selbst zu spielen.

Lusenwanderung

Und langsam wuchs auch ein leichtes inneres Unverständnis ob des Weges zum „eigenen“ HANG.
Mittlerweile war auch mein Onkel Lui ein HANG-Begeisterter, und auch er versuchte, sich ein eigenes HANG zu beschaffen, wurde aber ebenso immer wieder zurückgeworfen. Unser beider Unverständnis wuchs immer weiter. Der Wille zum HANG schwand, ging aber irgendwie nie ganz verloren.

Im Gegenteil – immer wenn wir dieses wunderbare Instrument erleben durften, meist gespielt von Martin Kälberer, wurde das Feuer wieder entfacht, und der Weg begann von vorne.
Und endete irgendwann wieder, aber eben nur fast. Nie so ganz.

Mittlerweile konnte ich mich schon mit ein paar HANG-Besitzern unterhalten und austauschen.
Immer mehr begann ich, deren Philosophie zu verstehen. Auch mit dem Hintergrund der Auktionen im Internet, in denen dieses Instrument, dass sich zu einer Klangskulptur weiterentwickelt hat, für unglaubliche Preise weiterverkauft wurde.
Es muss einfach ein Weg gefunden werden, diese wunderbare Klangskulptur vor den Machenschaften des Marktes zu schützen.

Wir begannen langsam, zu verstehen.

Meinem Onkel Lui wurde zwischenzeitlich die Ehre zu Teil, ein HANG sein eigen zu nennen.
Und ich beschloss für mich, auch nochmal einen Versuch zu starten.
So schrieb ich einen Brief in die Schweiz. Und wartete auf Antwort.

Irgendwann eines Tages ging ich unbedarft zum Briefkasten.
Ich fand einen wundervollen Brief darin. In dem Brief stand, ob ich denn den HANG-Klang noch höre.

Ein Traum schien in Erfüllung zu gehen. Sofort machte ich mich über die Antwort. Natürlich höre ich den HANG-Klang noch. Und ich bekam wieder Antwort.

Der Weg hat sich verändert. War es lange Zeit ein Weg zum Hang, so wurde es seit dieser Zeit ein Weg mit dem Hang
Meine Freude darüber ist genauso unbeschreiblich wie die Freude, die ich empfinde, wenn ich ein HANG höre. Einfach unbeschreiblich.

Lusenwanderung

Nun, ich kann mittlerweile ein HANG mein eigen nennen.
Und, dies zu beschreiben, dafür fehlen mir einfach die Worte.
Ich kann nur sagen, dass die ersten Gehversuche mit dem Hang den langen, langen Weg bis hin zum eigenen Hang absolut rechtfertigen.
Jedesmal wenn ich diese Skulptur für mich oder auch für andere spielen darf, die Reaktionen sind doch immer wieder die gleichen.
Für mich ist es ein Weg zur inneren Ruhe, und für die anderen ein Weg zur Entspannung.
Und das ist doch jeweils ein guter Weg, in einer immer mehr von Hektik, Stress und “Immer-weiter-wollen”-Gedanken geprägten Zeit.

Ich bin gespannt, wohin der Hangweg mich noch führen mag.

Daniel
Januar 2010

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  • Sylvia
    #1 geschrieben von Sylvia  vor 1 Jahr

    Hallo, ich bin gerade über deine Erzählung über das Hang und dich gestolpert… Lustig, auch ich habe das Hang bei Martin Kälberer zum ersten Mal gehört, als er es als Mitbringsel von der Musikmesse vorstellte und war sozusagen vom ersten Hangklang an begeistert… der Weg bis zum eigenen Hang ist ein verschlungener gewesen, aber soviel: am Montag werde ich mich Besitzerin eines eigenen Hangs nennen dürfen.
    Und ich kann nur sagen: das warten lohnt sich und ist gerechtfertigt, da bin ich mir sicher.
    Ich freue mich unendlich auf mein Klangkunstwerk und wünsche Dir eine klangvolle Zeit.
    Sylvia

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