Das Weihnachtsfest 2011 ist zwar fast schon wieder vorbei, aber dennoch möchte ich allen Lesern meines Blogs eine frohe, gesegnete Weihnachten wünschen. Und dann einen guten Rutsch in ein erfolgreiches, zufriedenes, vor allem aber gesundes neues Jahr 2012!

Es sollte ja bekanntlich die staade Zeit sein, die besinnliche Zeit. Leider hat sich aber eingestellt, dass es in den meisten Fällen eher so ist, dass die Zeit nach Weihachten meist “staader” ist, als die eigentliche Weihnachtszeit.

Nichts desto trotz glaube ich ist es wieder mehr an der Zeit, sich – auch wenn es nur vielleicht wenige sind – aber auf genau diese Momente im Kreise der Familie zu besinnen, und zumindest diese Zeit zu einer staaden und gemütlichen zu machen. Oft hört man ja den Satz “Jetzt bin ich froh, wenn Weihnachten wieder vorbei ist!” oder “Weihnachten mag ich nicht!”. Aber sind es nicht genau diese genannten Momente, die das Fest vielleicht dann noch zu einem genüsslichen Fest machen? Sollte man es vielleicht nicht genau wegen diesen Augenblicken mögen? Über den kirchlichen Aspekt lässt sich sicherlich diskutieren, aber dennoch hat es eben uns diese Zeit beschert. Ich zumindest mag es genau deswegen, und freue mich trotz des ganzen vorweihnachtlichen Stress immer darauf.

In einem Bericht der Passauer Neuen Presse habe ich dazu ein recht interessantes Zitat gelesen, dass irgendwie genau zu meiner “Gefühlswelt” rund um Weihnachten passt: Chosen Paul Innocent, der aus Nigeria stammt und momentan in einem Asylbewerberheim im Bayerischen Wald lebt, sagte in jenem Bericht, dass er sich einen ruhigen Weihnachtsabend macht, und sich auf Lebkuchen freut, denn “der schmeckt wie Weihnachten”. Das hat mich ehrlichgesagt sehr tief berührt, und mich schon auch wieder etwas auf den Boden geholt. Was eben Weihnachten bedeuten kann, drückt dies einfach aus. Auf den Punkt gebracht.

Und auch die Gedanken, gerade aktuell geschärft durch die Aktivität von Spes Viva, an diejenigen, denen es nicht so gut geht, sollten gerade in der Zeit auch nicht vergessen werden.

Das UNICEF-Foto des Jahres ist mir sehr hängen geblieben. Es zeigt einen Jungen, der auf einer Giftmülldeponie in Ghana steht und einen Bildschirm in die Höhe streckt. Schockiert musste ich lesen, das eine unglaublich hohe Zahl an Elektromüll von uns nach Afrika Jahr für Jahr verschifft wird. Es macht irgendwo einfach sprachlos, das sehr viel unseres Wohlstands hier scheinbar tatsächlich auf den Rücken derer ausgetragen wird.

Auch dafür bietet sich diese Zeit an, sich vielleicht etwas zu besinnen, nachzudenken, und wenn möglich auch zu helfen.

In diesem Sinne – möchte ich diesen Artikel schließen mit einem Zitat aus Werner Schmidbauers neuem Lied “Die ganz grosse Kunst”, dass sich genau mit dieser Thematik in und um Afrika befasst:

“Weil boid scho, da schlafen die Müden ei, schlafen einfach ei und san weg. Des wead fia uns alle der Süden sei, do wo die Menschlichkeit wach is und lebt. Wir können nur noch wachsen durchs kleiner werden, können reicher werden nur noch durchs Geben. Und des Recht auf a Zukunft werd alle ghörn, und a die Pflicht, miteinander zum lebn – in Frieden zum lebn!”

Ich wünsche euch allen frohe, beSINNliche Weihnachten und ein tolles 2012 mit viel Glück, Gesundheit und Erfolg und vielen südlichen Momenten! Hoffen wir, dass die Maya nicht Recht haben! :-)

Dane